Was sich da am letzten frühlingshaften Freitagabend hinter dem Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg im „Kiezraum“ des Dragonerareals in Berlin-Kreuzberg am Mehringdamm zusammenfand, wirkte auf den ersten Blick wie ein Klassentreffen der ewigen Empörten: schwarze Hoodies, bunte Strickmäntel, Männer, die ihre Zigaretten so verbissen drehen wie ihre eigene Weltsicht. Dazu die unvermeidlichen Omas gegen Rechts – jene rüstige Avantgarde, die schon argwöhnisch die Stirn runzelt, wenn jemand mit dem Lastenfahrrad nach rechts abbiegt. Auf den zweiten Blick aber: Menschen. Mit Geschichte. Mit Gründen. Und einer erschütternden Abwesenheit von Selbstironie.
Geeint waren sie zusammengekommen, um sich gemeinsam gegen die freie Berichterstattung von NIUS zu formieren. Viele trugen schwarze Sonnenbrillen, hochgezogene Schals, FFP2-Masken. Als wäre Sichtbarkeit selbst zur Zumutung geworden. Ein Verbotsschilderwald empfing Neugierige: kein Video, kein Audio, keine Fotos. Handykameras wurden mit Smiley-Aufklebern neutralisiert. Als würde ein Lächeln die Absichten des Abends freundlicher machen. Es half mäßig. Der Smiley grinste. Der Rest nicht.
Rund 200 Gäste kamen zur Infoveranstaltung gegen das Propaganda-Medium, mehrheitlich jenseits der 60 Jahre. Graue Haare, faltige, entrüstete Gesichter, der Geruch von Entschlossenheit und Kamillentee.
Graue Haare dominieren in der Zuschauerschaft.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










