„Ich bin so ein personifiziertes Feindbild geworden“, erklärte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas am Montagabend beim Ständehaus-Treff der Rheinischen Post in Düsseldorf. Vor allem „rechte Netzwerke“ würden versuchen, starke, selbstbewusste Frauen wie sie mit Hass und persönlichen Angriffen einzuschüchtern, ergänzte sie. Es gehe darum, „die Person fertig zu machen, dass sie irgendwann aufgibt“. Das sei „nicht einfach (…) auszuhalten“.
Auch Anzeigen habe Bas bereits gestellt, erzählte sie im Gespräch mit dem RP-Chefredakteur Moritz Döbler, wenn auch nicht viele. Manchmal überlege sie inzwischen, das Handtuch zu werfen. Je stärker die Angriffe würden, desto mehr frage sie sich, wie lange sie es noch aushalte. Doch aufhören komme nicht infrage. „Nein, den Gefallen tue ich denen nicht“, erklärte sie. Man dürfe den „Populisten“ nicht „das Feld überlassen“.
Sie sehe jedoch auch die zunehmende Unzufriedenheit in ihrem Duisburger Wahlkreis. „Die Menschen sind wütend auf die Regierung und auf meine Partei“, erläuterte Bas. Als Döbler sie fragt, ob sie selbst etwas falsch mache, räumt sie ein: „Auch ich polarisiere“. Das wolle sie in der Regierungsarbeit nun zurückfahren, erklärte sie. Stattdessen habe sie sich vorgenommen, „nur noch Zuversicht auszustrahlen“.
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