Clowns erzählen gerne Geschichten, um Leute zum Lachen zu bringen. Meist sind ihre Geschichten einfach ausgedacht. Sind sie gut erfunden, amüsiert sich das Publikum; sind sie schlecht und abstrus, verdreht es gelangweilt und angewidert die Augen. So wie bei der Räuberpistole vom angeblichen „Hitlergruß“ des AfD-Chefs von Sachsen-Anhalt, mit der die Macher des Springer-„Politico“-Podcasts „Inside AfD“ vor der Landtagswahl in dem mitteldeutschen Bundesland mal eben eine politische Bombe zünden wollten.
Herausgekommen ist dabei eine Lachnummer, und nicht mal eine lustige, eher was zum Fremdschämen. Pauline von Pezold und Frederik Schindler, die beiden schrägen Vögel von „Inside AfD“, wollen allerdings auch gar nicht als Clowns wahrgenommen werden. Sie halten sich nämlich für „Investigativjournalisten“, für so richtig harte Recherche-Hunde, die in ihrem Plapper-Podcast am liebsten jede Woche irgendein blaues „Watergate“ oder sonst eine preisverdächtige Sensation ausgraben würden.
Darauf werden sie wohl lange warten. Denn die beiden „Politico“-Clowns liefern auch als Investigativreporter eine ziemlich miserable Vorstellung ab. Kaum spielt ihnen ein zwielichtiger Informant einen unscharfen alten Schnappschuss zu, auf dem ein prominenter AfD-Politiker mit irgendwie gestikulierendem Arm zu sehen ist, schon lassen sie die Denunziationsmaschine rattern: linker statt rechter Arm, egal, es muss ein „Hitlergruß“ sein, auch wenn es Dutzende Fotos von allen möglichen Politikern gibt, die beim Herumfuchteln schon mal in vermeintlich verfänglicher Pose erwischt worden sind.
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