Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) will trotz der gescheiterten Kandidatur Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat die finanzielle Förderung der Organisation beibehalten. Kürzungen erteilte er während eines Besuchs in Mexiko eine Absage. Er sei dafür, „dass wir bei den Uno genauso engagiert bleiben wie bisher“, erklärte der Außenminister, wie der Spiegel berichtet. Über die Höhe der Finanzierung würde das Parlament entscheiden.
„Die Vereinten Nationen bleiben für uns die entscheidende Institution auf internationaler Ebene, die sich für Frieden, für Menschenrechte und für internationale Sicherheit einsetzt“, betonte Wadephul.
Damit stellt sich der Außenminister auch gegen Stimmen aus seiner eigenen Partei, die angesichts der historischen Niederlage Deutschlands ein Umdenken hinsichtlich einer weiteren Finanzierung der UN fordern. Entsprechende Kürzungen stellte unter anderem Hessens Minister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), in den Raum. „Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die UN investieren“, erklärte der CDU-Politiker gegenüber der Bild.
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