Auf großen Plakatflächen in mehreren deutschen Städten hängt folgender Blickfänger: „ɿib nov liɘT niƎ :ɘmilꙅuM“. Richtig geschrieben: „Muslime: Ein Teil von dir!“ Die staatlich geförderte Organisation CLAIM und die Organisation Allianz gegen Hass veranstalten zurzeit „Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus“. In ganz Deutschland werden dazu Plakate aufgehängt und Veranstaltungen durchgeführt. Unterstützt wird das Ganze vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Programms „Demokratie leben“. CLAIM bekommt in diesem Jahr insgesamt 624.997,44 Euro an Förderung. Wie viel davon für die Aktionswochen ausgegeben wird, konnte das Ministerium auf Anfrage von Apollo News nicht beantworten.
„Antimuslimischer Rassismus passiert nicht irgendwo, sondern mitten im Alltag, meistens vor unser aller Augen. Er trifft Menschen, die unsere gemeinsame Gesellschaft jeden Tag mittragen und mitgestalten“, heißt es auf der Webseite der Allianz gegen Hass zu der aktuellen Kampagne. Beispielhaft werden 30 Muslime, Männer wie Frauen, vorgestellt. Da ist beispielsweise Doha, eine kopftuchtragende Boxtrainerin. Oder die „Hijab-Schiedsrichterin“ Miray. Auch der Apotheker Mohamed und der Unternehmer Jan stellen sich vor.
Besonders der Veranstalter CLAIM spielt allerdings eine fragwürdige Rolle. Denn die gemeinnützige GmbH wurde gegründet, um die Arbeit der in Islamismus-Verdacht geratenen „Claim-Allianz“ fortzuführen. In dieser Allianz hatten sich 50 muslimische Verbände zusammengeschlossen. Sie erhielt im Laufe mehrerer Jahre Hunderttausende Euro an Steuergeld vom Bund und vom Land Berlin. So zahlte die Berliner Sozialverwaltung 2024 166.108 Euro. Das Bundesfamilienministerium steuerte 2023 rund 300.000 Euro bei. 2025 löste sich die Allianz jedoch auf, weil gegen einzelne Mitgliedsvereine verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse vorlagen.
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