Epigonen des Ayatollah bomben seinen erfolgreichen Propaganda-Feldzug des Islam ins Aus

vor 5 Monaten

Epigonen des Ayatollah bomben seinen erfolgreichen Propaganda-Feldzug des Islam ins Aus
Bildquelle: Tichys Einblick

Ayatollah („Zeichen Gottes“) Ruhollah Khomeini war der hoch gebildete, intelligente, mit ausgeprägt strategischem Denken begabte Gründer der Islamischen Republik Iran – der als Oberster Führer von 1979 bis zu seinem Tod 1989 den Gottesstaat errichtete. In Iran oft „Imam Khomeini“ genannt – war er die zentrale Figur der modernen schiitischen politischen Theologie, der absoluten Herrschaft der islamischen Rechtsgelehrten (Velayat-e Faqih). Khomeini war nicht der allererste Träger des Titels, aber ikonisch der erste „Ayatollah“ mit absoluter politischer Macht.

Khomeini in die Reihe der zahllosen Diktatoren der Weltgeschichte einzureihen, wäre grundfalsch. Khomeini ergriff nicht nur die absolute Macht im Gottesstaat, sondern baute einen dezentralen politischen und militärischen Machtapparat neben und hinter dem offiziellen Staatsapparat. Der Machtapparat sollte auch dann funktionieren und weiterwirken, wenn Khomeini selbst nicht mehr wäre.

Denn Khomeini errichtete den Gottestaat Iran als jenen Ort, von dem aus der Islam die Herrschaft weltweit erobern sollte. Nicht militärisch, sondern propagandistisch. Für ein derartiges Unterfangen brauchte es einen aus der persischen Hochkultur der Antike gewachsenen Mann wie ihn. Dazu kam: Seine Familie aus der Khorasan-Region im Nordosten beansprucht eine Abstammung vom Propheten Mohammed über den siebten Imam Musa al-Kazim.

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