Eine Sendung, so wirr wie diese Zeiten. 15 Minuten lang darf sich Verteidigungsminister Boris Pistorius bei Miosga darüber auslassen, was er alles richtig und was er alles nicht falsch gemacht hat. Zum Beispiel im Umgang mit Donald Trump. Dass er eine bewaffnete Reisegruppe nach Grönland schickte und den US-Präsidenten damit erkennbar verärgerte, streitet er ab. „Wieviel haben Sie selbst zum Hochschaukeln des Konflikts beigetragen?“, will Miosga von ihm wissen. „Wir haben überhaupt nichts beigetragen“, sagt Pistoris selbstsicher. Und die von Trump angedrohten Extrazölle, die ganz offensichtlich eine Reaktion auf die Entsendung der Soldaten gewesen sei? Pistorius streitet das ab. Das habe überhaupt nichts miteinander zu tun gehabt. „Die Rücknahme der Zolldrohungen zeigte ja, dass es offenbar ein Missverständnis in Washington gegeben hat“, behauptet er.
„Wir dürfen uns nicht ins Bockshorn jagen lassen“, mahnt Pistorius. Die Strategie des US-Präsidenten sei es, „Politik zu machen mit Verunsicherungen und mit Angst“, aber es gebe auf der anderen Seite nun einmal „keine Ankündigungen der USA, Kräfte abzuziehen“. Auch die NATO stelle niemand in Frage: „Wir haben nach wie vor ein nicht aufgekündigtes Bündnis mit den Amerikanern.“
Sönke Neitzel sieht die Dinge, wie er sie immer sieht: hochdramatisch. Der Militärhistoriker, der vor einem Jahr noch orakelte, Europa würde wohl gerade den letzten Sommer in Frieden erleben, sieht noch immer schwarz. „Nach meiner Lesart gibt Trump auf Allianzen relativ wenig“, sagt er. Auf der anderen Seite würde Europa seit 2014 die eigene Entwicklung vertrödeln, vor allem bei der Aufrüstung: „Die ganz großen Fragen gehen wir nicht an: Was ist mit einer nuklearen Bewaffnung Europas?“
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










