Die öffentlichen Verlautbarungen der Politik zur angeblichen Lösung des Migrationsproblems erweisen sich bei näherer Betrachtung als realitätsferne Wunschvorstellungen. Ohne grundlegende Korrekturen im Asylrecht und bei den Sozialleistungen nach dänischem Vorbild wird sich nichts ändern.
Am 9. März und noch einmal Ende April verkündete Bundeskanzler Friedrich Merz, dass das Migrationsproblem in weiten Teilen gelöst wäre. Er bezog sich dabei in erster Linie auf die sinkende Zahl von Asylantragstellern im Vorjahr, die jedoch in erster Linie auf das Ende des Bürgerkriegs in Syrien nach dem Sturz von Assad zurückzuführen ist. Trotzdem kamen 2025 erneut rund 280.000 Zuwanderer (inklusive Familiennachzug) ins Land. Die Nettozuwanderung (Zuzüge minus Ausreisen) betrug für Drittstaaten (Nicht-EU) 278.000, was bedeutet, dass kaum Zuwanderer das Land verließen.Dazu passt das völlige Versagen der Politik in der Abschiebungsfrage, denn in die klassischen Herkunftsländer wurden 2025 nur vereinzelte (Syrien, Afghanistan) oder wenige Hundert (Irak) Personen abgeschoben.
Die reinen Zahlen stellen jedoch nur einen Aspekt des Migrationsproblems dar. Viel wichtiger sind folgende Kennziffern, die über die reine Anwesenheit hinaus Zuwanderung zum Problem für die Gesellschaft machen.
Schon der erste Punkt ist ernüchternd, wenn man die Zeitreihe (Grafik, Quelle Statista) betrachtet:
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