Im Zuge der Kabinettsumbildung durch Bundeskanzler Friedrich Merz scheiden nicht nur die Bundesminister Thorsten Frei und Patrick Schnieder aus dem Bundeskabinett aus. Auf der Ebene der Parlamentarischen Staatssekretär muss neben Staatsminister Michael Meister auch der Gesundheitspolitiker Tino Sorge aus Sachsen-Anhalt seinen Posten räumen – der hat nun auf X ein Statement zu seiner Entlassung veröffentlicht.
Darin lässt Sorge kaum verhohlene Kritik sowohl an der Entscheidung des Kanzlers und CDU-Vorsitzenden als auch an dessen Kommunikation durchscheinen. Der ostdeutsche Poltiker beklagt, er hätte seine „Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspoltik gern fortgeführt“. Doch die Entscheidung von Merz habe er erst aus den Medien erfahren.
Eine „eigene Stilfrage“ des Bundeskanzlers sei es, dass er die Entscheidung nicht zunächst in einem „persönlichen Gespräch“, sondern „zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet“ habe. „Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zu Kenntnis“, erklärte Sorge, dessen Landesverband am 6. September eine Landtagswahl bestreiten muss – die von der CDU Sachsen-Anhalt geführte Regierungskoalition könnte dabei von einer absoluten Mehrheit der AfD abgelöst werden.
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