Große Merz-Worte in München – kalte Dusche aus Rom

vor 5 Monaten

Große Merz-Worte in München – kalte Dusche aus Rom
Bildquelle: Tichys Einblick

Ja was denn nun? Auf der Münchner Sicherheitskonferenz blies Bundeskanzler Friedrich Merz noch kräftig die Backen auf. Europa lasse sich nichts diktieren, schon gar nicht von der US-Administration unter Donald Trump. Die „MAGA“-Bewegung? Nicht der deutsch-europäische Weg. Man wolle sich kulturell wie politisch klar absetzen.

Auch gegenüber US-Außenminister Marco Rubio wurden laute Töne angeschlagen. Es klang nach Selbstbehauptung, nach Emanzipation, fast nach transatlantischer Zeitenwende. Oder doch nur ein Pfeifen im Walde, denn ohne USA wirken Europa und Deutschland mickrig. Rubio hatte alle wunden Punkte genannt. Merz genoss den Applaus, viele Schulterklopfer und Medien feierten ihn in ihrer Blase.

Keine 24 Stunden später jedoch, die kalte Dusche aus Rom. Nach der Merz’schen Rede, meldete sich Italiens Premier Giorgia Meloni im Corriere della Sera zu Wort – und setzte in einem Kurz-Interview einen Kontrapunkt, der in Berlin nicht überhört werden dürfte. Wollte Friedrich Merz nicht häufiger auf Meloni hören, sich vielleicht auch mit ihr absprechen?

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