„Es sind die Nerven“, sagt einer aus der CDU-Spitze zu NIUS. Am Morgen im Kabinett machte Kanzler Friedrich Merz (CDU) noch gute Miene für die Fotografen. Später nahm er das Gutachten der Wirtschaftsweisen (Konjunkturprognose 0,5 Prozent) entgegen und wollte dann eigentlich ein ruhiges Heimspiel im Sauerland hinlegen: 80 Jahre Neheim-Hüstener CDU-Programm in der Hüstener Schützenhalle im heimischen Arnsberg.
Doch die Schlagzeilen lassen aus dem Heimspiel ein Kanzler-Beben werden. Am 24. April hatte NIUS zuerst über Planspiele für einen „Kanzlertausch“ berichtet. Am Mittwoch nun prangte das für Merz vernichtende Schlagwort in voller Größe auf der Seite eins von Bild. Der Wechsel an der Regierungsspitze sei inzwischen in höchsten Unionskreisen diskutiert worden, heißt es intern. Deshalb zogen nun auch Bild, Welt und andere Medien nach. Schlagzeilen, die Merz persönlich nimmt, wie es in seinem Umfeld heißt. Das Verhältnis des Kanzlers zum konservativen Springerverlag ist ohnehin seit einigen kritischen Kommentaren belastet.
Doch dann brannten Merz ganz offensichtlich am Mittwoch erneut die Sicherungen durch. Wie Table-Briefings-Chefredakteur Michael Bröcker aus kanzlernahen Kreisen erfuhr, reagierte Merz ungehalten auf die „wüsten Spekulationen“ über seine Ablösung, denen zufolge NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) als möglicher Nachfolger in Betracht komme. Wüst ist im aktuellen Beliebtheitsranking auf Platz drei, Merz auf Platz zwanzig ganz am Ende.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










