Es wird langsam zur Gewohnheit von Friedrich Merz, erst mit der Ampel zu kuscheln und sie dann in seinem Newsletter zu kritisieren. Es wirkt, als sei man sich im Wahlkampfteam noch nicht ganz sicher, wohin man eigentlich will – und mit wem. Dazu zwei Belege:
Merz schrieb in dem am Samstag um 22.02 Uhr verschickten Newsletter: „Mittlerweile melden sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union öffentlich zu Wort: die deutsche Regierung ist in Brüssel – anders kann man es nicht sagen – ein Totalausfall. Das geradezu ostentativ zur Schau gestellte Desinteresse der Bundesregierung an der europäischen Politik schadet inzwischen nicht mehr nur uns selbst; es wird zunehmend zur Belastung der europäischen Politik und unseres Verhältnisses zu den europäischen Nachbarn.“
Denn: „Allein der beständige Streit der Ampel über die drei Jahre ihrer Arbeit in der selbsternannten 'Fortschrittskoalition' (so haben sie sich tatsächlich am Anfang selbst genannt!) führte zu einem faktischen Ausfall der deutschen Mitwirkung an europäischer Gesetzgebung.“
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