Glaube, Liebe, Hoffnung – was sich Seeleute einst mit Anker, Kreuz und Herz in die Arme tätowieren ließen, suchte Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag auf dem Landesparteitag der Mecklenburg-Vorpommern-CDU in Linstow in seiner Gast-Rede zu vermitteln.
In einer langen Passage, deren rhetorische Figur „stellen wir uns einmal vor…“ offenbar an die historische „I have a dream“-Rede von Martin Luther King erinnern sollte, ging es weniger um die aktuellen Probleme der Bundesregierung, die auch auf die Wahlergebnisse der Union in den Ländern durchschlagen. Stattdessen beschwor der Kanzler und CDU-Bundesvorsitzende die Vision eines Deutschland, wie er es sich vorstellt.
„Ich bin zuversichtlich“, sagte Merz, „dass Deutschland schon in relativ kurzer Zeit wieder ganz anders aussehen kann.
Stellen wir uns doch nur einen Augenblick vor, dass Behördengänge weitgehend digitalisiert sind und nicht mehr Monate brauchen, vielleicht nur noch Tage, vielleicht Wochen. Dass Genehmigungen digital, transparent und effizient abgewickelt werden, sei es in der Bauindustrie, sei es in der Infrastruktur.
Dass Unternehmerinnen und Unternehmer den Staat nicht mehr als Last und Hemmnis empfinden, sondern als Partner erleben, der sie auf dem Weg ihrer Unternehmen begleitet. Dass nicht mehr Misstrauen vorherrscht, sondern Vertrauen vorherrscht, und das wir das Ganze auch mit der notwendigen Geschwindigkeit machen und nicht im Stillstand verharren.
Dass Unternehmen wieder gern in Deutschland investieren, weil die Rahmenbedingungen besser geworden sind, dass Energie bezahlbar und verlässlich ist, dass mehr Menschen arbeiten können und wollen, weil wir Familie und Beruf besser miteinander vereinbar machen.
🔴 LIVESTREAM von OE24.TV










