Die blanke Panik in Merz’ Vorzimmer

vor etwa 2 Monaten

Die blanke Panik in Merz’ Vorzimmer
Bildquelle: Tichys Einblick

Im Kanzleramt herrscht offenbar Alarmstufe beleidigte Hofgesellschaft. Kaum wird ausgesprochen, was in der Union längst als Gedanke herumliegt, reagiert das Umfeld von Friedrich Merz mit der üblichen Mischung aus Empörung, Drohung und Demokratiepathos. Ein Kanzlertausch sei „naiv“, heißt es. Die Debatte zeuge von „gefährlicher Lust an der Zündelei“. Wer über Personal rede, „quatsche“ bloß, statt sich mit Einkommensteuer oder Pflegereform zu beschäftigen.

Dann erzählt doch mal, wie genau macht ihr das denn in der Union, außer Beitragszahler immer noch stärker zu belasten und gleichzeitig für die Gesundheitsversorgung an Nichtbeitragszahler wie Zugewanderte umzuverteilen? Also die einen de facto zu bestehlen und für die Empfänger dieses Diebstahls die Tore immer weiter zu öffnen? Ausgerechnet der Apparat um Friedrich Merz sollte nach den eigenen „Glanzleistungen“ in diesen Bereichen ganz, ganz dringend die Klappe halten.

Es wäre brüllend komisch, wenn es nicht so tragisch wäre. Jahrelang wurde den Bürgern ein Kanzlerdarsteller verkauft, der angeblich alles könne, sobald man ihn nur lasse. Merz, der Wirtschaftsmann. Merz, der Migrationswender. Merz, der Gegenentwurf zur Ampel. Merz, der Mann, der Deutschland wieder auf Kurs bringen werde. Übrig geblieben ist die größte politische Mogelpackung seit Angela Merkel: viel Pose, gar keine Richtung außer runter vom Dreimeterbrett, und rückwärts beim Olympioniken-Rudern. Koalition mit der SPD, Rückzüge bei zentralen Versprechen und eine Union, die in Umfragen jetzt wöchentlich weiter ausblutet.

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