In der Enquete-Kommission des Brandenburger Landtags zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie haben mehrere Sachverständige zentrale Maßnahmen der deutschen Pandemiepolitik ungewöhnlich scharf kritisiert. In der inzwischen elften Sitzung der Kommission, die am Freitag als öffentliches Fachgespräch stattfand, ging es um „Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie Infektionsschutz – Effektivität und Konsequenzen der Maßnahmen für künftige Pandemien“. Dabei stellten mehrere geladene Experten die Verhältnismäßigkeit und Wirksamkeit einzelner Eingriffe grundlegend infrage.
Zu Beginn der Sitzung kam es zunächst zu einem kleineren Zwischenfall im Besucherbereich. Nach Darstellung von Bastian Barucker, einem der Journalisten hinter der Veröffentlichung der geleakten RKI-Files, wurden zwei Besucher aufgefordert, ihre T-Shirts zu wechseln oder zu verdecken, weil deren Aufschriften als unzulässige politische Äußerungen gewertet worden seien. Auf den Kleidungsstücken standen die Slogans „Nein zu Frankenstein-Viren“ sowie „Geimpft, geschädigt“. Eine der beiden Personen musste ihr Shirt daraufhin ausziehen und auf links tragen. Unabhängig von diesem kleinen Aufreger zu Beginn verlief die weitere Sitzung in sachlicher Atmosphäre.
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