„Götterdämmerung“ ist ursprünglich ein Begriff aus der germanisch-nordischen Mythologie und wurde vor allem durch Richard Wagner berühmt. Die Götterdämmerung bezeichnet den Untergang der Götterwelt, die sogenannte Ragnarök. Dabei kommt es zur letzten großen Schlacht zwischen den Göttern (Odin, Thor, usw.) und ihren Feinden. Die alte Welt geht in Feuer und Chaos unter.
Wichtig dabei ist: Ragnarök bedeutet nicht nur Zerstörung, sondern auch Neubeginn. Nach dem Untergang entsteht eine neue Welt. Das ist mehr Hoffnung, als man zuletzt bei Krall erwarten konnte.
In seinem Buch „Die bürgerliche Revolution“ von 2020 ging es um die Verteidigung von Eigentum, Marktwirtschaft und traditionellen bürgerlichen Werten gegen einen, aus seiner Sicht, übermächtigen Staat. Markus Krall sah einen drohenden Finanzcrash, der in der inneren Aushöhlung des freiheitlich-demokratischen Gemeinwesens begründet ist. Eine übermächtige Elite zerstört die soliden Grundlagen bürgerlichen Lebens und Wirtschaft. In 2021 veröffentlichte er „Freiheit oder Untergang“. Es war die Corona-Krise, in der der ohnehin schon mächtige Staat noch einmal seinen alles beherrschenden Anspruch ausdehnte. Die Corona-Politik wird als Symptom einer tieferen Krise von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft interpretiert. Krall beschreibt einen Grundkonflikt zwischen Freiheit und staatlicher Kontrolle.
Krall überschritt die Grenze zwischen Ökonomie, Unternehmer, Publizist, das Feld in dem er bis dahin wirkt, und trat in die Politik ein; mit der „Atlas Stiftung“ und der Partei Werte-Union. Bekanntlich war dieses Bemühen erfolglos. Gegen die Zusammenballung der Macht in einem Parteien-Kartell, das gleichermaßen Parlament, Regierung und Medien beherrscht, war das Anrennen neuer demokratischer Kräfte erfolglos.
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