Teure Marketingkampagnen der DB sind ein Staatsgeheimnis

vor 7 Monaten

Teure Marketingkampagnen der DB sind ein Staatsgeheimnis
Bildquelle: Tichys Einblick

Anke Engelke ist ja ein witziger Typ, dachte sich die Marketingabteilung der Deutschen Bahn und engagierte die Schauspielerin und Comedian für eine Werbekampagne im Netz – boah eh.

Seit 8. Oktober läuft zur Belustigung potenzieller Bahnkunden die neue DB Webserie mit Danke-Anke: „Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug.“ Comedian Engelke singt und plaudert als ICE-Zugchefin Tina über Geschichten aus dem Alltag des Zugpersonals mit einem Augenzwinkern, so die Eigenwerbung zum Start auf dem YouTube-Kanal der DB.

Schon der Startzeitpunkt war skurril, denn erst im Oktober 2025 fuhr die Deutschen Bahn im Fernverkehr einen historischen Tiefpunkt bei ihrer Pünktlichkeit ein: Nur 51,5 Prozent der Züge rollten „pünktlich“ mit weniger als sechs Minuten Verspätung in die Bahnhöfe ein. Damit fuhr nicht einmal mehr jeder zweite DB-Zug pünktlich, weil die zahlreichen Zugausfälle aus der Statistik herausfallen, frei nach dem DB-Motto: Wer nicht fährt, kann auch nicht zu spät kommen!

Ein professionelles Gesangsvideo von Engelke sollte die frustrierten Kunden durch ein wenig DB-Ironie wohl mit den katastrophalen Zuständen in der Wirklichkeit versöhnen:

„Der Gang ist voll, der Kaffee leer, dicke Luft, weil grad die Klima nicht geht. Das Klo defekt, kein Internet. Hier Schokolade, wir sind trotzdem zu spät. Ihr denkt bestimmt, wir tun nicht genug. Dabei sitzen wir im selben Zug. Wir sagen: Thank, thank you for traveling with Deutsche Bahn.“

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