Marcel Fratzscher oder: Was stimmt denn nun?

vor 10 Monaten

Marcel Fratzscher oder: Was stimmt denn nun?
Bildquelle: Tichys Einblick

Der gregorianische Kalender zeigt derzeit Anfang Oktober. Das wissen Sie sicher, lieber Leser, aber für unsere Zwecke ist es dennoch sinnvoll, noch einmal kurz daran zu erinnern: Anfang Oktober.

Nicht der 1. April.

„Wenn die Menschen in den ersten 18 Jahren nicht wählen dürfen, dann sollten sie in den letzten 18 Jahren ihres Lebens auch nicht wählen dürfen.“

Anfang Oktober also, im Jahre des Herrn 2025, befand es Marcel Fratzscher für richtig, diese Aussage zu machen. Wer das nicht glauben mag, kann es sich anhören. Oder auch anschauen. In diesem Clip hier sagt der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) den Satz ganz am Anfang – und dann nochmal bei Minute 01:10.

Alle, wirklich alle Medien der Republik stürzten sich geradezu begierig darauf. Fratzscher wurde mit seiner Forderung rauf- und runterzitiert. Auch die Kommentarspalten mit den Publikumsreaktionen explodierten förmlich. Und nur die wenigsten waren nett.

Der Vorschlag hat, bei allem Respekt, ein paar logische Schwächen. Zum einen ist unklar, woher das Wahlamt wissen soll, ab wann sich ein bisher wahlberechtigter Bürger in den letzten 18 Jahren seiner irdischen Existenz befindet. Dafür bedürfte es nach derzeitigem Stand der medizinischen Wissenschaft wohl erheblicher prophetischer Kompetenzen.

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