Es ist erst zwei Jahre her, da wäre die Überschrift „Hendrik Wüst fordert 2G und Impfpflicht!“ weder aufgefallen, noch hätte sie in den Mainstream-Medien für irgendeine Aufregung gesorgt. Und heute? Corona ist vermeintlich lange her, die politische Pandemie längst enttarnt, wird aber medial totgeschwiegen. Von einer echten Aufarbeitung sind wir weit entfernt. Die Opfer leiden weiter, wenn sie nicht gestorben sind. Und die Verantwortlichen von damals dürfen weiterwurschteln, so als wäre nie etwas gewesen. Karl Lauterbach und Jens Spahn sind entgegen aller harten Fakten aus den RKI-Files noch immer auf freiem Fuß.
Wenn nun ein Hendrik Wüst aalglatt und frisch geföhnt im Maischberger-Studio auftaucht, reisst manch einem Zuschauer schonmal die Hutschnur. Wenn sich ein Menschen-Maskierer, Zwangsimpfer und Kinder-Einkasernierer plötzlich als Menschenfreund inszeniert, sind schon einigermaßen starke Nerven gefordert.
Bei Maischberger findet ein Hendrik Wüst den idealen Rahmen. Er darf das CDU-Wahlprogramm bewerben, soll Merz gut aussehen lassen, Söder möglichst nicht zu sehr in die Pfanne hauen und vor allem: Er darf sich selbst inszenieren.
Nehmen wir die Schuldenbremse. Wüst gibt hier den besonders Fürsorglichen, der sich vor allem um die nachfolgenden Generationen sorgt. Also jene, die er selbst mit Masken malträtierte und an die Spritze zwingen wollte. Er sagt: „Wer bezahlt denn das? Das bezahlen unsere Kinder! Mit Zinsen und Zinseszins. Wo kommt eigentlich diese Überheblichkeit her? Zu glauben, dass wir heute größere Probleme haben als die nächste Generation?“
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