Warum ich als Frau den Männer-Hass von Campact verabscheue

vor 25 Tagen

Warum ich als Frau den Männer-Hass von Campact verabscheue
Bildquelle: NiUS

Ich stehe an einer U-Bahn-Station in Berlin und sehe dieses Werbeplakat: großflächig, grell in Pink und Gelb. Diese Worte stehen darauf:

„Mein Mann – der TäterMein Vater – der TäterMein Onkel – der TäterMein Nachbar – der TäterMein Freund – der Täter“

Im unteren Bereich der Werbetafel lese ich dann, dass es sich um eine Kampagne von Campact handelt, die auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen möchte und dazu auffordert, sich ihr anzuschließen.

Auch nach Einfahrt der U-Bahn beschäftigt mich das Plakat weiter. Die Wortwahl und Inszenierung machen mich wütend. Wie bitte können alle Männer in meinem Umfeld unter Generalverdacht gestellt, beschuldigt und direkt als Täter bezeichnet werden? Ein Begriff, der hier mit so einer Leichtigkeit verwendet wird, dass ich einfach nur mit dem Kopf schütteln kann. Mit welchem Recht werden hier männliche Bekannte und Verwandte so in den Schmutz gezogen – nur weil sie Männer sind?

Collien Fernandes übergab öffentlichkeitswirksam vor dem Bundestag eine zugehörige Petition an die Grünen und Linken. Im Hintergrund ist das Geschmacklos-Plakat.

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