Sage niemand, US-Präsident Donald Trump verstehe nichts von Inszenierung und Dramaturgie. Eine bessere Kulisse hätte sich kaum finden lassen als das Versailler Schloss mit all seiner Pracht. Macron führte demutsvoll den amerikanischen Präsidenten durch die Räume französischer Feudalgeschichte, lud ihn zum königlichen Dinner, und genau dort setzte Trump seine Unterschrift unter sein Iran-Memorandum of Understanding (MOU), wie ein modernen Fürstenvertrag, große Bühne, harte Drohung, viele offene Rechnungen.
Dies sind schon geniale Traumbilder. Trump erklärt gestenreich Weltpolitik, etwas in gebührendem Abstand dahinter Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit Frau, bewundernd auf den US-Präsidenten blickend.
Trumps Methode ist im Kern einfach: Zuckerbrot aus Versailles, Peitsche aus Washington. Erst Bomben, dann Milliarden. Erst maximale Gewalt, dann maximale Geste. Erst die klare Ansage: Wenn es nicht klappt, bombardieren wir eben weiter. Dann das Angebot: Ölgeschäfte, Sanktionsausnahmen, Wiederaufbau, eingefrorene Gelder. Ihr habt es in der Hand.
Er weiß besser als viele andere, eine allumfassende Lösung in einer so schwierigen Gemengelage wie im Nahen Osten plötzlich aus dem Hut zu zaubern, ist unmöglich. Er hat es auf der einen Seite mit religiösen Fanatikern zu tun, von denen vermutlich der Hardcore-Kern tot ist. Undurchsichtig, von außen jedenfalls, wer innerhalb des Iran eigentlich das Sagen und die Macht hat. Die müssen sich, auch das weiß Trump, vor ihren Leuten rechtfertigen und Erfolge vorweisen, um ihre Position zu halten. Eine ziemlich dumme Idee, den Gegner in Sack und Asche zu zwingen und zu hoffen, dass dabei eine gute Lösung herauskommt.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










