CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat eine drastische Verringerung der Zahl gesetzlicher Krankenkassen gefordert. Deutschland leiste sich das teuerste Gesundheitssystem und zugleich eines der ineffizientesten, sagte er in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. Mit Blick auf die mehr als 90 Krankenkassen erklärte Linnemann: „Wir haben immer noch über 90 Krankenkassen, die in der Regel die gleichen Leistungen anbieten. Riesen Verwaltungsvolumen, da müssen wir ran. Mindestens die Hälfte. Ich finde, zehn Krankenkassen in Deutschland reichen.“
Zur möglichen Umsetzung nannte der CDU-Politiker eine Mindestgröße bei den Mitgliedszahlen als denkbaren Hebel. So könne man etwa eine Schwelle von 200.000 oder 250.000 Versicherten festlegen. Linnemann betonte dabei: „Ich habe nichts gegen Wettbewerb, aber so richtigen Wettbewerb gibt es nicht unter den Krankenkassen. Die Leistungen sind gleich.“
Dass ein solcher Vorstoß auf heftigen Widerstand bei den Kassen stoßen dürfte, nahm Linnemann demonstrativ in Kauf. Auf entsprechende Einwände sagte er: „Das ist mir völlig egal. Ich bin nicht für die Krankenkassen verantwortlich, sondern für die Volkswirtschaft in Deutschland. Ich bin Volksvertreter.“
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