Im nordrhein-westfälischen Hamm hat ein mehrtägiges Klimacamp gegen fossile Energien begonnen, bei dem das Aktionsbündnis „Ende Gelände“ zu „massenhaftem zivilem Ungehorsam“ gegen den Ausbau der Gasinfrastruktur aufruft. Unterstützt wird das Camp auch von der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die nach Angaben einer Sprecherin am Donnerstagmittag eingetroffen ist. Öffentliche Auftritte der prominenten Aktivistin sind bislang allerdings nicht geplant.
Im Mittelpunkt des Camps stehen Proteste gegen den geplanten Ausbau von Gaskraftwerken und weiterer fossiler Infrastruktur im Ruhrgebiet. Nach Angaben von „Ende Gelände“ richtet sich der Widerstand insbesondere gegen die Pläne der Bundesregierung, rund 20 neue Gaskraftwerke auszuschreiben beziehungsweise bestehende Anlagen auszubauen. Das Bündnis kündigte für die kommenden Tage „Massenaktionen“ und Blockaden an. Man wolle „Sand im Getriebe des fossilen Kapitalismus“ sein, heißt es in einem Aufruf des Bündnisses.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung erklärte „Ende Gelände“, man werde „ab dem morgigen Tag massenhaften zivilen Ungehorsam“ organisieren. Die Proteste knüpften an frühere Blockadeaktionen in Braunkohlerevieren und an LNG-Terminals an. Sprecherin Tomke Jansen sagte: „Gas ist in jeder Hinsicht eine Risikotechnologie: Gas ist ein Klimakiller und Brandbeschleuniger für ökologische und soziale Zerstörung.“ Zudem mache Gas „uns abhängig und erpressbar von Autokraten – früher Putin und nun Trump“. Weiter erklärte Jansen: „Wir wollen selbst entscheiden, wie und für wen Energie erzeugt wird, und kämpfen für eine Vergesellschaftung der Energiekonzerne!“
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