Linke fordert gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung wegen Körpergewichts

vor etwa 1 Monat

Linke fordert gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung wegen Körpergewichts
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Die Linke möchte zukünftig Diskriminierung wegen Körpergewichts in das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aufnehmen. Bei der ersten Beratung über eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Bundestag hat die Partei eine deutliche Ausweitung des Diskriminierungsschutzes gefordert. Der Linken-Abgeordnete Maik Brückner plädierte dafür, das Gesetz um weitere Merkmale zu ergänzen: „Armut, Sprache, Elternschaft, geschlechtliche Identität oder Körpergewicht sind bislang keine geschützten Merkmale. Sie müssen endlich im AGG ergänzt werden“, so Brückner laut der Welt.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt seit 20 Jahren vor Benachteiligung aufgrund der ethnischen Herkunft, des Alters, des Geschlechts, einer Behinderung, der Religion oder der sexuellen Identität. Wer gegen die Diskriminierungsverbote, etwa bei der Jobvergabe, verstößt, dem drohen hohe Schadensersatzzahlungen an die Diskriminierten. Die von Union und SPD geplante Reform sieht vor, die Klagefrist für Betroffene von zwei auf vier Monate zu verlängern und den Schutz vor sexueller Belästigung auszuweiten. Dieser soll künftig nicht mehr nur am Arbeitsplatz gelten, sondern etwa auch auf dem Wohnungsmarkt, in Fitnessstudios oder Fahrschulen.

Die Linke will nun auch verbieten, dass Menschen wegen ihres Gewichts oder ihrer Sprache diskriminiert werden, und ihnen durch das AGG einen Rechtsanspruch geben. Die AfD sieht es ganz anders: „Schaffen wir das AGG und die Antidiskriminierungsstelle ab“, so der Abgeordnete Stephan Brandner zu seiner Haltung.

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