Hatte Dr. Angela Merkel über Merz als Kanzler wirklich gesagt, er kann es nicht? Sinngemäß vielleicht, aber die Quellen finden keinen Beleg für das griffige Zitat. Weitere Nachforschungen erübrigen sich inzwischen, denn Friedrich Merz hat in den letzten Tagen selbst den endgültigen Beweis der These erbracht.
♦ Nachdem Jens Spahn über seine Hybris stolperte, wollte Merz sein Kabinett umbauen und den ein oder anderen Minister austauschen. Thorsten Frei wird der neue Spahn, Warken die neue Frei. Das Gesundheitsministerium war damit vakant, außerdem entließ Fritz seinen Verkehrsminister. So wie Merz überzeugt ist, dem Land ginge es nie besser als unter ihm (nur dass die Leute das noch nicht begriffen haben), so glaubte er wohl auch, seine CDU verfüge über ein endloses Reservoir talentierter Politiker, aus denen er nur auswählen müsse. Seine erste Wahl fiel auf einen gewissen Güntzler. Der sollte Verkehrsminister werden und konnte sich mit dem Gedanken auch durchaus anfreunden. Aber nach Rücksprache mit seiner Frau (?) sagte Güntzler per SMS „vom Campingplatz aus“ ab: So wie ein Torwart „nicht Linksaußen spielen“ sollte, sah sich Güntzler, immerhin Kapitän des FC Bundestag, fachlich außerstande, das Amt anzutreten.
♦ So kamen zur allgemeinen Erheiterung schnell die altbekannten Nasen Amthor und Linnemann aufs Tapet. Partei-Generalsekretär Linnemann galt bis dato als letzte ehrliche Haut der CDU. Ein Ministeramt hatte er 2025 abgelehnt mit den Worten: „Wenn Sie mich jetzt aufgestellt hätten, weiß ich nicht, als Gesundheitsminister, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt, warum wird der Gesundheitsminister? Was hat der damit zu tun?“ Nun aber wurde er doch noch in den Strudel der Inkompetenz gezogen und wird neuer Gesundheitsminister. Der fröhliche Jungspund Amthor, berühmt geworden als leicht überdrehter Klatschhase, wird Staatsminister im Bundeskanzleramt. Der geschasste Verkehrsminister bleibt mangels Ersatz im Amt.
TERRORATTACKE IN BERLIN: Auto rast in Menschenmenge bei CSD – Eine Tote, viele Verletzte | WELT LIVE










