Winfried Kretschmann will, dass Heranwachsende (noch) weniger lernen

vor mehr als 1 Jahr

Winfried Kretschmann will, dass Heranwachsende (noch) weniger lernen
Bildquelle: Tichys Einblick

Jetzt schwingt sich Baden-Württembergs „grüner“ Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum populistisch-pädagogischen und bildungspolitischen Visionär auf: Dass sich Lehrinhalte angesichts einer sich verändernden Welt ebenfalls ändern sollten und müssen, ist eine Binsenweisheit. Allerdings kann diese vollkommen richtige Einsicht zu völlig kruden Schlussfolgerungen führen.

Kretschmann etwa meint, der Geographieunterricht sei wegen Navis und GPS überflüssig. Was indes ohne solides geographisches und landeskundliches Wissen herauskommt, sehen wir an der die ganze Welt ungefragt bereisenden Ikone deutscher Unbildung in einem Ministersessel im Auswärtigen Amt.

Ein Dorn im Auge ist dem „Ländle“-Chef auch die Rechtschreibung. Dass das Beherrschen von Rechtschreibregeln eine Menge mit dem Erkennen und Durchdringen von Sprachstrukturen und Semantik zu tun hat, kommt dem Ministerpräsidenten nicht in den Sinn. Dass die bodenlos verkorkste Rechtschreibreform (Schlechtschreibreform) nicht nur ein Kniefall vor einer fortschreitenden Legasthenisierung der Gesellschaft und einem allgemeinen Sprachverfall gleichkam, hat Kretschmann nicht auf seinem KI-Schirm.

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