Konsequente Zerstörung statt Aufbruch und Neuanfang

vor 4 Monaten

Konsequente Zerstörung statt Aufbruch und Neuanfang
Bildquelle: Tichys Einblick

„Sind christliche Feiertage noch zeitgemäß?“ Diese Frage will der Bayerische Rundfunk zu Ostern in einem Tagesgespräch klären. Das ist konsequent. Wozu noch dieses Christentum, wo wir doch Ramadan feiern? Am Ostersonntag meldete sich noch schnell und deutlich verspätet Bundeskanzler Friedrich Merz zu Wort: „Ostern, das ist für uns Christen das Fest der Auferstehung und damit wird es zum Fundament unserer Zuversicht. Die Botschaft, dass das Leben am Ende siegt. Ostern steht auch für Neuanfang und damit Aufbruch. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest. Nutzen Sie die Zeit für die Menschen, die Ihnen wichtig sind. Alles Gute, Ihr Friedrich Merz.“

Zum Zuckerfest gab er sich mehr Mühe: „Für den Ramadan 2026 wünsche ich Ihnen kraftspendende Gespräche und eine friedliche Zeit. Ramadan Mubarak!“. In einer längeren Rede feierte er den Ramadan als Zeit der inneren Einkehr und der Gemeinschaft; der Gastfreundschaft vieler Muslime, die auch Menschen anderer Religionen einladen – das sei vorbildhaft für Toleranz und Offenheit. Er dankte den Muslimen, die sich für ein gutes Miteinander in Deutschland engagieren, für ihre vorbildliche Toleranz und Offenheit. Bekanntlich erfährt das jeder Besucher eines Weihnachtsmarkts: Diese Toleranz hinter Beton-Sperren, die Offenheit blitzender Messer und die Gastfreundschaft der Gäste.

Bravo. Alles Gute, Friedrich Merz. Kühler und kälter kann man mit den Traditionen des Eigenen nicht umgehen; deutlicher nicht äußern, wie wenig ihn die Ureinwohner dieses Landes noch interessieren, nachdem sie ihre Stimme abgegeben haben.

Und ehrlicher geht kaum. Denn von Aufbruch kann keine Rede sein. Ein Jahr Merz-Regierung ist jedenfalls gänzlich ohne Aufbruch vergangen. Im Gegenteil. 1.000 Milliarden neue Schulden, aber kein Wirtschaftswachstum. Nach der Sperrung der Straße von Hormuz zieht eine Energiekrise herauf, die alles Bekannte an Folgekatastrophen übertrifft. Nicht nur an den Tankstellen spüren wir das. Es ist vielmehr eine industrielle Krise, weil durch den Wegfall petrochemischer Ausgangsstoffe die gesamte industrielle Produktion in Deutschland gefährdet ist, durch den Wegfall von Dünger die Landwirtschaft und durch die Blockade der Gasversorgung auch die Stromerzeugung zusammenbrechen könnte. Aber diese Katastrophe wird bejubelt, etwa durch die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Begleitet wird sie von einem Jubel in den Mainstream-Medien: Endlich wird Deutschland lahmgelegt.

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