Einmal mehr hat Friedrich Merz sein Publikum gemaßregelt. Auf Kritik der Familienunternehmer reagierte der Kanzler dünnhäutig, riet ihnen, sich selbst stärker zu engagieren. NIUS-Kolumnist Alexander Kissler sieht ein wiederkehrendes Muster in der Kanzler-Attitüde.
Merz, so Kissler, schafft es regelmäßig, sich mit natürlichen Verbündeten anzulegen. Nun werfe er den Unternehmern vor, nicht optimistisch genug zu sein und anzupacken, rät ihnen, mal einen Podcast zu machen oder im Fernsehen aufzutreten („Ich treffe am Sonntagabend mehr auf dem Golfplatz als in Talkshows“). Er präsentiere sich als oberster Grübler und Nörgler statt als oberster Regierungsbeauftragter Deutschlands. Kissler: „Merz nimmt Anstoß an den Deutschen.“
NIUS-Politikchef Ralf Schuler fragt sich, was Merz eigentlich wolle. Ob die Unternehmer selbst ihr Image aufpolieren und biederste Klischees über reiche Parvenüs widerlegen sollten? Kissler stimmt zu, Merz habe recht damit, dass manche Unternehmer die öffentliche Auseinandersetzung scheuen. Das Entscheidende aber sei: „Er ist einfach der Kanzler der Backpfeifen.“
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