Der Kipppunkt ist erreicht: Vote Shaming, wenn man nicht AfD wählt

vor etwa 2 Monaten

Der Kipppunkt ist erreicht: Vote Shaming, wenn man nicht AfD wählt
Bildquelle: Tichys Einblick

Lange galt in Deutschland ein unausgesprochenes Gesetz: Wer AfD wählte, sagte es besser nicht. Denn die soziale Sanktion folgte zuverlässig. Im besten Fall ein schiefer Blick, ein abfälliger Satz, ein schneller Wechsel des Themas. Wer diese Partei auch nur als wählbar bezeichnete, wurde aus dem Kreis der Guten und Anständigen so zuverlässig und erfolgreich abgeschoben, wie es bei abgelehnten Asylbewerbern nicht gelingt. Das war viele Jahre die Methode. Man musste gar nicht mehr argumentieren, schon der bloße Verdacht reichte.

Dieses System hat sich nicht nur gedreht. Es ist vielerorts komplett kollabiert. Natürlich nicht überall, nicht vollständig, aber so sichtbar, dass man definitiv von einer Trendumkehr sprechen kann. In immer mehr Milieus entsteht ein anderes Klima. Heute gerät zunehmend derjenige unter Rechtfertigungsdruck, der nach Jahren offener Grenzauflösung, wirtschaftlicher Erosion, explodierender Kosten und politischer Täuschungsmanöver immer noch sagt, er wisse nicht, wen man wählen könne. Früher wurde der AfD-Wähler beschämt. In vielen Runden wird inzwischen derjenige schief angesehen, der nach all dem noch so tut, als sei die alte Wahlordnung intakt. Wenn man nun sagt, man habe sich da noch nicht festgelegt, fährt einem in großen Gruppen unisono ein fast entrüstetes „Wie?! Du wählst nicht die AfD? Was stimmt denn mit Dir nicht?!“ entgegen.

Das ist kein plötzliches Stimmungsgewitter, sondern das Ergebnis jahrelanger Konfrontation mit der Wirklichkeit, die draußen vor der eigenen Haustüre stattfindet.

Natürlich gibt es ein zunehmend hysterischer werdendes Millieu, das immer mehr ins Groteske kippt und darum beim Gegenüber nur noch ratloses Kopfschütteln und Abneigung provoziert: Unter der AfD werde man als deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund ausgebürgert, werde man wieder in Lager gesteckt etc. etc. etc.. Da gibt es die abenteuerlichsten, absonderlichsten Aluhut-Exkursionen.

Sie sehen, wie sich jeder Alltagsraum massivst verändert hat, wie Konflikte importiert werden, wie Selbstverständlichkeiten verschwinden. Dazu kommen Schlagzeilen, die kaum noch zu verdrängen und manchmal kaum mehr zu ertragen sind: Explosion von Gewalt, Messerangriffe, Parallel- bzw. Gegengesellschaften, Überforderung, Kontrollverlust, Clanstrukturen, sexuelle Übergriffe, Massenvergewaltigungen, Zwangsprostitution Minderjähriger, einem gezündeten Turbo an Antisemitismus auf deutschen Straßen. Und statt all dies zurückzudrehen, wird immer nur noch mehr davon hereingeschafft. Jeden Tag.

Die Politik hat darauf jahrelang mit immer neuen Beschwichtigungsformeln reagiert. Man redete von Einzelfällen, von Herausforderung, von Deckelung, von besserer Steuerung. Am Zustand änderte sich rein gar nichts, außer, dass immer noch mehr kommt. Es wurde immer nur noch schlimmer. Die Bürger sollten weiterhin glauben, dass dieselben Parteien, die diese Zustände herbeigeführt, geduldet oder schöngeredet haben, ihn nun entschlossen korrigieren würden. Aber dieses Spiel trägt nicht mehr. Es ist zu oft aufgeführt worden.

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