„Größtes Analysesystem Deutschlands“: Verein will mit „KI gegen Rechts“ die Demokratie retten

vor 12 Monaten

„Größtes Analysesystem Deutschlands“: Verein will mit „KI gegen Rechts“ die Demokratie retten
Bildquelle: NiUS

Der Hamburger Verein „KI für Demokratie“ scannt Posts in sozialen Medien, um „Algorithmen, Inhalte und Akteure aufzuspüren, welche die Grundsätze und Werte unserer Demokratie untergraben“. Die gesammelten Informationen werden an Medien, öffentliche Institutionen und NGOs weitergegeben. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte warnt: Der Zugriff staatlicher Stellen auf ehrenamtlich erhobene Daten sei „rechtlich problematisch“.

Auf die Idee, mit KI gegen „rechtsextreme Inhalte“ vorzugehen, sei er im Januar 2024 gekommen, als die Correctiv-Recherchen über ein rechtes Geheimtreffen in Potsdam zu großen Demonstrationen führten, erzählt Jörg Forthmann der linken Berliner Tageszeitung taz. Forthmann ist Mitgründer des Vereins  „KI für Demokratie“ und geschäftsführender Gesellschafter der PR- und Marketing-Agentur Faktenkontor. Mit dem früheren CDU-Abgeordneten Roland Heintze gründete der Wirtschaftsingenieur zunächst die Initiative „KI gegen Rechts“, die vor einiger Zeit zum Verein gewandelt wurde.

Der Verein will „Hass“ und „Hetze“ im Netz bekämpfen.

„KI kann uns dabei helfen, subversive Akteure und ihre Aktivitäten aufzudecken“, heißt es auf dessen Website. Auch das Vorgehen wird erläutert: „In einer ersten Phase identifizieren wir rechtspopulistische und rechtsextreme Akteure im Internet. Dann untersuchen wir, welche Themen durch diese Akteure verbreitet werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Steht die beste Methodik fest, gehen wir in den laufenden Betrieb. Regelmäßige und ad-hoc-Analysen, in etwa vor Wahlen, sollen Transparenz schaffen u.a. in Bezug auf: die zentralen Akteure der Desinformationsverbreitung, die Themen, zu denen Desinformation in den Umlauf gebracht wird, die Quellen, auf die Bad Actors verweisen, die Ausbreitungswege, also wer wen typischerweise zu welchem Zeitpunkt unterstützt.“

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel