„Keine Juden erlaubt“: Ermittlungen gegen bayerisches Hotel nach antisemitischer Nachricht

vor etwa 2 Monaten

„Keine Juden erlaubt“: Ermittlungen gegen bayerisches Hotel nach antisemitischer Nachricht
Bildquelle: Apollo News

„Tut uns leid, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt“ – mit diesen Worten sagte ein Hotel im bayerischen Lam einem israelischen Touristen ab. Er wollte ein Zimmer über die Plattform booking.com buchen und erhielt dann diese Nachricht, wie das israelische Generalkonsulat in München laut der Jüdischen Allgemeinen mitteilte. Die Israelis wandten sich an die Buchungsplattform, die das Hotel „Zum Hirschen“ daraufhin entfernte. Aktuell ist offen, ob das Hotel wieder auf die Plattform zurück darf.

Die Generalstaatsanwaltschaft in München hat mittlerweile ein Verfahren eingeleitet. Es steht der Anfangsverdacht der Volksverhetzung im Raum. Der betroffene Israeli hatte sich auch an die israelische Vertretung in Deutschland gewandt. Das Generalkonsulat in München prüfte und bestätigte schließlich die Echtheit der Vorwurfe. Zuerst habe das Hotel die Echtheit der Nachricht bestritten, dann jedoch eingeräumt, dass diese von einem Mitarbeiter verfasst worden sei. Dieser habe die Nachricht aus Frust über zahlreiche Fake-Buchungen verfasst, die vorher stattfanden.

Das Hotel hat sich mittlerweile bei dem Israeli entschuldigt und ihn kostenlos in die Unterkunft eingeladen. Der Juniorchef des Hotels, Andreas Vogl, sagte gegenüber der dpa, dass Antisemitmismus nicht Teil des Weltbilds des Hotels sei. Es sei „ein dummer Irrtum auf unserer Seite“ gewesen und „die falsche Reaktion darauf“.

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