Die Rentenreform der Bundesregierung sorgte schon vor ihrer offiziellen Vorstellung am Dienstagvormittag für massiven Streit in der Wirtschaft. Im Zentrum steht die Empfehlung der Alterssicherungskommission, eine neue kapitalgedeckte Zusatzrente nach schwedischem Vorbild einzuführen, berichtet die FAZ.
Besonders scharf reagiert die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger erklärte: „Sehr kritisch sehen wir die angepeilte staatliche Kapitalrente.“ Zwar sei „mehr Kapitaldeckung“ in der Alterssicherung grundsätzlich sinnvoll, sagte Dulger weiter, „aber nicht durch Zwang und nicht durch den Staat, sondern freiwillig privat und betrieblich“.
Nach den Empfehlungen der Kommission soll die Kapitalrente über einen zusätzlichen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung finanziert werden. Ab 2028 soll der Zusatzbeitrag zunächst 0,5 Prozent betragen und später auf zwei Prozent des Bruttolohns steigen. Der reguläre Rentenversicherungsbeitrag liegt derzeit bei 18,6 Prozent, soll wegen steigender Rentenausgaben 2028 aber auf rund 20 Prozent steigen.
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