Kampfansage an Merz: Am Vorabend des „D-Day“ fordert Klingbeil eine höhere Belastung von Spitzenverdienern

vor 2 Monaten

Kampfansage an Merz: Am Vorabend des „D-Day“ fordert Klingbeil eine höhere Belastung von Spitzenverdienern
Bildquelle: Apollo News

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Koalitionsausschuss die vermeintliche rote Linie von Bundeskanzler Friedrich Merz erneut überschritten: Bei seiner Rede vor dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat der SPD-Politiker erneut eine höhere Besteuerung von „Spitzenverdienern“ gefordert – ein Vorstoß, den Kanzler Merz zuvor hart abgebügelt hatte.

Der Vizekanzler sagte auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin: „Es kann keine Einkommenssteuerreform geben, bei der nicht auch die Spitzenverdiener in diesem Land mehr bezahlen müssen.“ Damit bekräftigt er seine Forderung von vor wenigen Tagen – diese hatte Merz eigentlich strikt abgelehnt: Klingbeil müsse „wissen, dass das mit der CDU/CSU nicht geht – auch mit mir nicht“, so der Kanzler am vorvergangenen Sonntag in der ARD-Sendung Caren Miosga.

Am Vorabend des Koalitionsausschusses, der in den Medien als möglicher „D-Day“ für die Koalition gehandelt wird, erneuert Klingbeil jedoch seinen Vorstoß und reißt damit die Debatte über die Einkommenssteuer noch weiter auf – und das in aller Öffentlichkeit. Klingbeil hatte vor wenigen Monaten eine Einkommenssteuerreform angekündigt – im Koalitionsvertrag wurde bereits festgelegt, dass kleine und mittlere Einkommen entlastet werden sollen.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel