Seit Tagen verwandelt anhaltender Frost kombiniert mit Eisregen Berlin in eine gefährliche Rutschbahn. Gehwege und Treppen sind spiegelglatt, Notaufnahmen melden Dutzende von Knochenbrüchen täglich, und der öffentliche Nahverkehr lahmt. Und zeitgleich gilt in der Hauptstadt ein Verbot von Streusalz auf Berlins Fußwegen aus Umweltschutzgründen, das das Grundwasser vor Versalzung schützen soll, aber nun als lebensgefährlich kritisiert wird. Anders als in Hamburg, wo Ausnahmen bei extremem Glatteis erlaubt sind, bleibt Berlin bei Splitt und Sand, als Mittel, die bei anhaltendem Regen oft wirkungslos verspült werden. Nun aber regt sich massive Kritik an der Kommunikation des Oberbürgermeisters Kai Wegner.
Wegner hatte am Donnerstag mit einen dringenden Appell gewant: „Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen – mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen“, schrieb er auf der Plattform X und Instagram. Doch der Vorstoß kommt für viele zu spät und wirft Fragen zur Amtsführung Wegners auf, der bereits in früheren Krisen wie dem großen Stromausfall vor wenigen Wochen in die Kritik geraten war.
Wegner flehte öffentlich auf der Plattform X – und auf Instagram
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