Journalismus muss frei sein oder er ist keiner: Warum Familienministerin Prien eine Chance verpasst hat

vor 3 Monaten

Journalismus muss frei sein oder er ist keiner: Warum Familienministerin Prien eine Chance verpasst hat
Bildquelle: NiUS

Was ist eigentlich „gemeinwohlorientierter Journalismus“? Und kann eine freie Gesellschaft solchen Journalismus wirklich wollen und fördern? Fragen, die an den Kern des Freiheitsverständnisses unserer Verfassung rühren. Aber der Reihe nach.

Es gehört zu den eher amüsanten, wenngleich leider auch bezeichnenden Episoden dieser Tage, wenn ein NIUS-Reporter Hausverbot wegen unerwünschter Berichterstattung von einem „Tag der offenen Tür“ bei einer Organisation erhält, die mit einer in weiten Teilen gerichtlich revidierten Undercover-Geschichte über das „Treffen von Potsdam“ Furore machte und Millionen Menschen mit diesen Falschinformationen auf die Straßen trieb. Dass dieses vermeintliche „Hausverbot“ dem Betroffenen nicht mitgeteilt, sondern lediglich in irgendwelchen Akten einer inzwischen nicht mehr dort beschäftigten Mitarbeiterin vermerkt sein soll, macht den Vorgang ebenso kurios wie gespenstisch.

So geschehen bei einer Veranstaltung im Berliner „Publix“-Haus, einer Heimstatt etwa des linken Journalisten-Kollektivs „Correctiv“ und anderer NGOs am vergangenen Dienstag (28. April 2026).

Mit dem Publix-Haus im Berliner Stadtteil Neukölln hat der journalistische Teil des NGO-Komplexes ein eigenes Haus erhalten und empfängt dort auch Politiker zu öffentlichen Diskussionsveranstaltungen.

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