Es klingt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Und die Story verschwand daher auch ebenso schnell, wie sie in den Medien aufblitzte: Der Think Tank Epicenter, angesiedelt im Herzen des Brüsseler Euro‑Bürokratismus, publizierte in der zweiten Maiwoche ein Working Paper mit einer Liste von Ideen, um den Haushalt der EU‑Kommission, der sich zunehmend von der ökonomischen Realität auf dem Kontinent entkoppelt, um 10 Prozent zusammenzustreichen.
Die überraschende Kurzintervention von Epicenter, einer Plattform, die die Arbeit liberaler Think Tanks in Europa koordiniert, wirkt völlig asynchron vor dem Hintergrund, dass das kommende Siebenjahresbudget der EU‑Kommission beinahe ohne jedes Hintergrundrauschen auf über zwei Billionen Euro emporgeschraubt wurde.
Brüssel solle sich darauf fokussieren, so die Epicenter‑Autoren, den freien Binnenmarkt zu verteidigen, Infrastrukturaufgaben zu unterstützen und generell auf Einmischung in nationale Fragen verzichten. Generell dürften die Kosten des EU‑Apparats nicht die Marke von einem Prozent des gesamten BIP der EU-Länder überschreiten, so die Maßgabe.
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