Iran in Flammen: Fällt das Mullah-Regime?

vor 7 Monaten

Iran in Flammen: Fällt das Mullah-Regime?
Bildquelle: Tichys Einblick

Während sich die öffentlich-rechtlichen und anderen größeren Medien des Westens noch über Venezuela, den Atlantik oder Grönland erregen, könnte sich im Iran Entscheidendes für das Land und die Welt vorbereiten. Nach BBC-Zählung (und Erzählung) ist heute der zwölfte Tag der „Proteste“ im Iran. Der iranische Kommentator Mahyar Tousi widerspricht allerdings aus dem britischen Exil. Es gebe absolut gar keine Proteste im Iran, niemand protestiere dort. Dagegen sei es der gestern elfte und heute zwölfte Tag der Iranischen Revolution gegen die islamische Besetzung des Landes. Das mag eine übermäßig optimistische Sicht der Dinge sein, vor allem was die Ansichten im Land angeht, wo sich offenbar viel Unmut über das und Abkehr vom Regime findet, das aber zugleich jahrzehntelang sicher im Sessel saß. Für Tousi freilich ist es eine Revolution, die sich gegen den Islam, die Republik, die politische Linke und die Mudschaheddin zugleich wendet. Stattdessen wollten die Iraner ihren König in Gestalt von Reza Pahlawi zurück.

Neu an den iranischen Demonstrationen (so Reza Pahlawi) und der möglichen Revolution ist nicht unbedingt die Beteiligung von Händlern und arbeitender Schichten. Die gab es schon 2019, als es auch um die Hyperinflation in bestimmten Bereichen (Lebensmittel, Treibstoff) ging. Ebenso geht es jetzt um einen wirtschaftlichen Schock durch 40 Prozent Inflation.

Aber hinzu kommt die Schwächung des Regimes durch die Militärschläge Israels, dessen offenbar gewordene Geheimdienst-Überlegenheit und zum dritten die Rolle, die Donald Trump in der aktuellen Lage spielt. Denn Trump hat das islamische Regime davor gewarnt, erneut wahllos Demonstranten abzuschlachten. Andernfalls drohte Trump „harte Schläge“ der Vereinigten Staaten an, was natürlich besonders im Umfeld der Festnahme Nicolás Maduros Eindruck hinterlässt. Jahre zuvor hatte Trump den iranischen Geheimdienstler Qasem Soleimani ausgeschaltet. Nach beiden US-Einsätzen ist klar geworden, dass Trump ein Konzept der mikroinvasiven Militärschläge verfolgt, das sehr effizient sein kann.

Auf diesem Hintergrund muss man die Goldverlagerungen aus dem Iran sehen, die auf eine Bereitschaft der Führung schließen lassen, das Land – für ein Moskauer Exil? – zu verlassen. Im Falle der iranischen Mullahs wäre das ohne Zweifel ein Segen für das Land. Und das scheinen immer breitere Schichten der Bevölkerung so zu sehen. Sogar einzelne Schia-Kleriker sollen das Volk zum Aufstand aufgerufen haben. Derweil wird gemeldet, dass die Mitarbeiter der South-Pars-Raffinerie die Arbeit niedergelegt und sich damit dem landesweiten Generalstreik angeschlossen haben.

Studenten stehen dem Regime seit langem kritisch gegenüber, gehen aber inzwischen zum anarchischen Protest über, wenn sie, anstatt Parolen wie „Tod Israel, Tod den USA“ nachzubeten, einem Offiziellen „Tod Palästina“ Antworten.

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