INSA für TE: Brandmauer bröckelt bei Unions- und FDP-Wählern

vor 4 Monaten

INSA für TE: Brandmauer bröckelt bei Unions- und FDP-Wählern
Bildquelle: Tichys Einblick

Frankfurt. Die Brandmauer gegen die AfD bröckelt unter den Anhängern von Union und FDP. In einer INSA-Umfrage unter 2006 erwachsenen Bundesbürgern im Auftrag der Zeitschrift Tichys Einblick sprechen sich 55 % der FDP-Wähler und 44 % der Unions-Anhänger dafür aus, Anträge auch dann ins Parlament einzubringen, wenn diese nur mit Stimmen der AfD eine Mehrheit bekommen. Auch 51 % der BSW-Anhänger halten das für richtig. Für einen Rückzug von Anträgen, die nur mit Hilfe der AfD eine Mehrheit finden, plädieren nur 22 % der FDP-Anhänger, bei der Union eine allerdings starke Minderheit von 39 %.

Auch wenn bei den Wählern der anderen Parteien jeweils eine Mehrheit für den Rückzug von Anträgen bei AfD-Unterstützung eintritt, gibt es dort große Minderheiten, die für einen entspannteren Umgang mit der AfD plädieren. So sind sogar 32 % der Grünen-Wähler bereit, AfD-Stimmen in Kauf zu nehmen, um Mehrheiten für Anträge zu bekommen, wie das zuletzt im EU-Parlament geschehen ist. Auch 24 % der SPD-Wähler und 25 % der Linken sind offen für AfD-Stimmen.

Diese wachsende Toleranz für die Unterstützung durch die AfD führt auch dazu, dass die Wähler den Umgang mit der AfD im Deutschen Bundestag kritisieren, wo der AfD der Posten des Vizepräsidenten sowie Ausschussvorsitzende verwehrt werden. Mit 40 % bewertet eine Mehrheit der Befragten den Umgang als unfair, 32 % halten den Umfang für fair (20 % unentschlossen). Nach den AfD-Anhängern kritisieren vor allem BSW-Wähler mit 63 % und FDP-Wähler mit 52 % die Behandlung der AfD als unfair. Unter den Unions-Wählern sind es 32 %.

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