In Nordrhein-Westfalen schlägt nicht nur das Herz der SPD, sondern auch das der deutschen Industrie. Jedenfalls sagte man das – für mindestens 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.
Wenn der Satz immer noch stimmt, dann stirbt die Bundesrepublik gerade an Herzschwäche.
„Aktuell gehen allein in der NRW-Metall- und Elektroindustrie jeden Monat rund 2.100 Industriearbeitsplätze verloren.“ Diesen dramatischen Befund legt jetzt Johannes Pöttering vor, der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Die NRW-Unternehmer erwarten, dass sich der Stellenabbau sogar noch weiter beschleunigt. Denn die Lage ist denkbar düster: In der chemischen Industrie haben die Unternehmen aktuell nur noch eine Auslastung von 70 Prozent. In der Metall- und Elektroindustrie an Rhein und Ruhr ist die Produktion im Vergleich zu 2019 um 23 Prozent eingebrochen. „Bei der Beschäftigung sind wir mittlerweile bei minus neun Prozent“, sagt Pöttering.
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