Sozial gerecht sollte sie sein, die neue E-Auto-Prämie der schwarz-roten Bundesregierung. Doch wie so oft gilt: Fördermittel kommen jenen zugute, die die Klaviatur politischer Einflussnahme beherrschen und sich schneller als andere Zugang zum Subventionstopf verschaffen. Zu den größten Profiteuren der neuen E-Förderrunde zählen ausgerechnet chinesische Anbieter.
Das Muster wiederholt sich: Schon beim Solarboom waren es die chinesischen Betriebe, die besonders von staatlichen Mitteln profitierten. Sehr zum Ärger der deutschen Automobilwirtschaft spielt sich bei den Fahrzeugen nun dasselbe ab. Der Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands (VAD), Burkhard Weller, fand im Gespräch mit der Wirtschaftswoche dazu deutliche Worte.
Der Abfluss staatlicher Fördermittel in die Kassen der chinesischen Konkurrenz wird angesichts der veritablen Probleme, in die die Politik die deutsche Konkurrenz gesteuert hat, zunehmend zum Ärgernis. Wenn sich schon ein nicht unerheblicher Teil der Unternehmen in den Subventionsmechanismus integriert hat, dann soll der wenigstens im nationalen Rahmen funktionieren. Dass dies mitnichten der Fall ist, bestätigt Weller im Interview.
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