Wer sich für Fußball nicht interessiert, kann sich heute Abend im Internet per Livestream des Deutschen Bundestages einen wahren Leckerbissen ansehen. Ab 20.50 Uhr befasst sich unser heißgeliebtes Parlament mit dem wohl drängendsten politischen Problem unserer Zeit: dem Hitzeschutz.
Richtig gelesen. Die Grünen haben dazu gleich mehrere Anträge gestellt. Der wichtigste trägt die herzerwärmende Überschrift „Hitzekrise ernst nehmen – Hitzeschutz verbindlich, sozial gerecht und finanziell absichern“.
Auch außerhalb der Volkvertretung fordern Initiativen von der Bundesregierung eine „sektorenübergreifende Gesamtstrategie“. Denn der aktuelle Hitzeschutzplan des Bundesgesundheitsministeriums ist bisher nur freiwillig. Und alles, was nicht erzwungen wird, ist im linkesten Deutschland aller Zeiten bekanntlich schlecht. Der Paritätische Gesamtverband verlangt, zusammen mit anderen Organisationen, Hitzeschutz rechtlich verbindlich als feste Aufgabe im Krisenmanagement und Katastrophenschutz zu verankern.
Timmy ist tot. Hitzeschutz ist der neue heiße Scheiß.
Etwas kühler kalkulierende Menschen schauen sich aus diesem Anlass die Daten der Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia auf der britischen Insel an. Das international angesehene Institut veröffentlicht im Auftrag der Weltbank eine Rangliste aller souveränen Staaten der Erde nach durchschnittlicher Jahrestemperatur je Land, berechnet aus den täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen.
Von den 197 aufgeführten Ländern liegt Deutschland … Achtung, Trommelwirbel… auf Platz 167.
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