Sie alle kennen sicherlich die in ewiger Schleife wiederholte Phrase: „Der Haushalt ist das Königsrecht des Parlaments“. Überhören wir einmal diesen leicht monarchistischen Anklang, der sich im Dunstkreis des Parteienkartells unserer Demokratie performativ in eine Herrschaftsattitüde übersetzt, und schauen, was uns unterm Strich in den kommenden Jahren erwartet.
Es wird Sie nicht überraschen: Das politische Menü, das uns das Transformationsduo Merz-Klingbeil servieren wird, kommt mit einer Rechnung, wie Sie sie sonst nur aus Fünf-Sterne-Restaurants kennen. Ihr Teller wird Ihnen weitestgehend unbenutzt serviert, aber Ihr Geldbeutel leert sich mit einem Schlag – und zwar um einen unerhört hohen Betrag.
Eckwerte des Bundeshaushalts hat er am Dienstag präsentiert, der Meister der Schulden, Lars Klingbeil. Im laufenden Jahr soll die Nettokreditaufnahme des Bundes bei 98 Milliarden Euro liegen, wesentlich höher als ursprünglich angesetzt. Klingbeils Haushalt bleibt damit marginal unter der magischen 100-Milliarden-Schuldenmarke – man will nicht zu viel Staub aufwirbeln im Superwahljahr 2026. Dass diese Zahl ein wenig herbeigeschummelt ist, wird sich in der Endabrechnung zeigen, nach den Wahlen, wenn die tatsächliche Kassenlage im Parlament diskutiert wird.
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