Die Straße von Hormus gilt offiziell als „Hochrisikozone“. Seit Kriegsbeginn im Iran ist die Meerenge – der wichtigste Öl-Versorgungskanal der Welt – praktisch unbefahrbar. Bekannte Reeder-Giganten wie MSC, Maersk oder auch die in Hamburg sitzende Hapag-Lloyd sehen sich aufgrund der Gefahr gezwungen, umzudisponieren.
Eine Ausnahme gibt es – der griechische Schifffahrtsunternehmer und Milliardär George Prokopiou weigert sich, das Feld zu räumen, berichtet die Berliner Zeitung. Von Athen aus dirigiert er seine Flotte von Dynacom Tankers weiter durch das Fadenkreuz der Straße von Hormus. „Wer kein Risiko mag, sollte US-Staatsanleihen kaufen“, lautete seine Philosophie zu Zeiten der Finanzkrise und scheint auch jetzt seine Devise zu sein.
Fachleute nennen es ein gefährliches Pokerspiel um Öl und Milliarden, bei dem die Besatzung auch ihr Leben riskiert. Die Idee, auf die der schätzungsweise 4,7 Milliarden schwere Grieche zurückgreift, um Fracht und Besatzung zu schützen, ist einfach: Er lässt die Matrosen ihre AIS-Transponder – also Ortungssignale, die Daten an andere Schiffe senden, um Kollisionen zu vermeiden – ausschalten und macht sie unsichtbar für iranische Drohnen und Patrouillenboote. Tagaus, tagein gleiten die riesigen Stahlkolosse als „Geisterschiffe“ durch die gefährliche Region. Ihre Kapitäne verstoßen vorsätzlich gegen die strikte AIS-Pflicht der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO). Und: Die Tarnung allein bietet keinen sicheren Schutz.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










