Die Aktivisten der sogenannten Gaza-Flotte, die derzeit mit mehreren Dutzend Schiffen vor der ägyptischen Küste liegt, sind nun mit einem schwerwiegenden Verdacht konfrontiert: Nach Angaben der israelischen Regierung sollen neue Dokumente Beweise für direkte Verbindungen zwischen den Organisatoren der Propaganda-Hilfsaktion und der Terrororganisation Hamas liefern.
Als Ziel der Flotte geben die Aktivisten an, Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen und ein politisches Zeichen zu setzen. Ihr Slogan lautet: „Segeln, bis Palästina frei ist.“ Kontakte zur Hamas hatten die Organisatoren bisher jedoch stets entschieden zurückgewiesen.
Auf X veröffentlichte das israelische Außenministerium nun Unterlagen, die aus dem Gazastreifen stammten. Darin sollen sich Hinweise auf die Einbindung prominenter Hamas-naher Personen finden. Unter anderem wird Zaher Birawi genannt, ein in Großbritannien ansässiger Aktivist, der in der Vergangenheit als Sprecher früherer Gaza-Flotten fungierte und laut Israel eine Organisation mit klaren Hamas-Verbindungen leitet. Ebenfalls auf der Liste soll Saif Abu Kashk stehen, der noch vor wenigen Wochen in internationalen Medien als Sprecher der aktuellen Flotte auftrat. Brisant ist insbesondere der Vorwurf, dass über Kashk und eine mutmaßliche Briefkastenfirma mehrere Schiffe der Flotte registriert sind. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre die Hamas zumindest indirekt Eigentümerin von Teilen der Flotte – ein Umstand, der die Mission in ein anderes Licht rücken würde. Eine unabhängige Überprüfung der veröffentlichten Dokumente liegt bislang nicht vor.
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