„Grenzen sind erreicht“: Französischer Justizminister fordert dreijährigen Migrationsstopp

vor etwa 2 Monaten

„Grenzen sind erreicht“: Französischer Justizminister fordert dreijährigen Migrationsstopp
Bildquelle: Apollo News

Der französische Justizminister Gérald Darmanin hat in einem Interview mit dem Journal du Dimanche ein dreijähriges Moratorium für legale Einwanderung gefordert. Frankreich müsse die Einwanderung „in ihrer jetzigen Form ein Ende setzen“, weil die „Grenzen unserer Integrationsfähigkeit erreicht“ seien, sagte Darmanin dem Magazin.

Dabei beklagte er vor allem die fehlende Integrations- und Assimilationsbereitschaft von Einwanderern. „Es geht nicht um Hautfarbe oder Herkunft, sondern um die Liebe zu Frankreich und den Respekt vor den Gesetzen der Republik“, stellte Darmanin klar. Deshalb solle damit begonnen werden, diejenigen abzuschieben, „die ausgewiesen werden müssen“. Außerdem solle sich das Land, statt weitere Einwanderung zu forcieren, primär „um die Integration der bereits im Land befindlichen Personen kümmern“.

Nach Angaben des Journal du Dimanche hat Frankreich allein im Jahr 2025 rund 4,5 Millionen Aufenthaltstitel ausgestellt, also etwa 4,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Etwa ein Drittel dieser Titel wurde im Rahmen der Familienzusammenführung erteilt. Gerade hier sieht Darmanin Handlungsbedarf. Etwa bei Aufenthaltstiteln, die aus beruflichen Gründen erteilt werden, solle das Recht auf Familiennachzug infrage gestellt werden, fordert Darmanin.

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