Gabor Steingart zieht zum Jahrestag des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 eine drastische Parallele zwischen Kanzler Friedrich Merz und dem früheren SED-Führer Walter Ulbricht. In seinem „Morning Briefing“ schreibt der Hauptstadtjournalist: „Friedrich Merz und SED-Führer Walter Ulbricht sind durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden.“
Historischer Ausgangspunkt seines Vergleichs ist der 17. Juni 1953, der in Westdeutschland 36 Jahre lang als Feiertag begangen wurde. Nach der Wiedervereinigung verschwand der Tag aus dem Feiertagskalender. Steingart kommentiert: „Streicht man einen Feiertag, stirbt oft auch die Erinnerung.“
Dabei sei ein Blick in die DDR-Geschichte wichtig, um die Gegenwart zu verstehen. Steingart spricht von der „bröckelig gewordenen Bundesrepublik“ und erinnert daran, dass die junge DDR-Führung am 17. Juni 1953 ihren ersten großen Kontrollverlust erlebte. In Ost-Berlin protestierten Arbeiter gegen die Führung der SED. In der Stalinallee skandierten sie gegen Walter Ulbricht: „Ab mit Bart und Brille, das ist Volkes Wille.“
Der Aufstand vom 17. Juni 1953 wurde von Rotarmisten niedergeschlagen.
🔴 LIVESTREAM von OE24.TV










