Die wenigen noch über Vernunft verfügenden Journalisten unserer Qualitätsmedien scheinen sich bereits in den Winterurlaub verabschiedet zu haben, damit man ihnen die Schamesröte nicht ansieht. Denn jetzt ist die Stunde der Praktikanten und Dilettanten. Und die ergreifen beherzt ihre Chance, die Vorlage ist schließlich großartig: Einer der reichsten Männer der Welt, Elon Musk, darf in der „Welt“ seine schrägen Einsichten verbreiten!
Obzwar das Blatt dem Text von Musk, in dem er vor allem die miserable Lage Deutschlands thematisiert, einen Disclaimer des künftigen Chefredakteurs zur Seite stellt, schlagen die Wellen hoch. Musk habe von Deutschland keine Ahnung, monieren jene, die während des Kampfs um die Präsidentschaft in den USA immer wieder bewiesen haben, dass sie keine Ahnung haben, wie der eher nicht woke Amerikaner so tickt. Und Musk mische sich gar in den deutschen Wahlkampf ein, was unsere Kamala-Harris-Anhänger nie nicht machen würden (die „Erlöserin“, gar „Retterin der Welt“!)
Fürchten sie etwa, dass deutsche Wähler Musk mehr trauen könnten als unserem „Qualitätsjournalismus“ und den politischen Köpfen, die das Land in die größte Krise der Nachkriegszeit geführt haben?
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