Fake-Wachstum: Warum die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose erneut reduzieren

vor etwa 2 Monaten

Fake-Wachstum: Warum die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose erneut reduzieren
Bildquelle: Apollo News

Der Sachverständigenrat hat – und das ist beileibe keine Überraschung mehr – seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr erneut deutlich nach unten korrigiert. Die deutsche Wirtschaft soll, geht es nach diesen Staatsökonomen, in diesem Jahr nur noch um 0,5 Prozent wachsen (Apollo News berichtete).

Bevor wir uns dieser Zahl näher zuwenden, zunächst eine fundamentale Frage: Wie definiert sich eigentlich wirtschaftliches Wachstum? Bei dieser Frage handelt es sich keineswegs um eine Banalität. Ganz im Gegenteil: Sie berührt präzise das heiß umkämpfte ideologische Zentrum der ökonomischen Wissenschaft. Ökonomen der Österreichischen Schule beantworten diese Frage eindeutig.

Wirtschaftliches Wachstum entsteht durch Konsumverzicht, also durch eine niedrige Zeitpräferenz der Menschen, die sparen, Kapital bilden und ihre Ersparnisse über freie Kapital- und Kreditmärkte produktiven Investitionen zuführen. So entsteht mit der Zeit ein wachsender, an relative Preisveränderungen angepasster Kapitalstock, der technologischen Fortschritt absorbiert und diesen in gesellschaftliche Produktivitätsgewinne übersetzt.

Dieser Prozess ist komplex und führt vor allem in jenen Ökonomien zum Erfolg, die die Regeln der freien Marktwirtschaft respektieren und die Steuerung knapper Ressourcen den Millionen Wirtschaftssubjekten anvertrauen, die über relative Preise besser informiert sind als jeder staatliche Zentralplaner. Von Fiat-Kredit, hunderte Milliarden schweren Sondervermögen und immer neuen Staatsschulden war in den Werken Friedrich August von Hayeks oder Ludwig von Mises allerdings nie die Rede.

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