Ein Elektriker wäre hilfreich. Wer würde schon dem Satz widersprechen? Gerade aktuell in Berlin. Doch der Bauelektriker gehört zu den Berufen, in denen Deutschland unter „Fachkräftemangel“ leidet. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl derer zurückgegangen, die in diesem Bereich sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind: um 6000 Mitarbeiter auf 218.000 Mitarbeiter. Brauchen wir also Bauelektriker aus Mali oder Syrien?
Vielleicht. Aber die Erfolgsbilanz schaut nicht ganz so gut aus. Immerhin. Die Zahl der arbeitslosen Bauelektriker ist in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Logisch. Wenn „Fachkräftemangel“ herrscht, dann geht die Arbeitslosigkeit zurück. Aber das betrifft nur die Zahl der arbeitslosen deutschen Bauelektriker. Insgesamt ist die Zahl gestiegen: von 3800 auf 5900 arbeitslose Bauelektriker. Der Anstieg ist eingewandert. Die Fachkräfte kommen, der Mangel bleibt – und die Arbeitslosigkeit steigt.
Das ist die Erkenntnis der „Fachkräfteengpassanalyse“ der Agentur für Arbeit. Der Bundestagsabgeordnete René Springer (AfD) hat die Daten abgefragt. Sie belegen an mehreren Stellen den Dreisatz: Die Fachkräfte kommen, der Mangel bleibt – und die Arbeitslosigkeit steigt. Etwa im Bereich der Lebensmittelherstellung. Dort ist die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen zehn Jahren um 33,5 Prozent zurückgegangen. Von 8100 auf 5400 Arbeitslose. Aber das sind nur die deutschen Arbeitslosen. Alle Fallzahlen sind gerundet.
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