Mailand: Europas Konservative formieren sich

vor 3 Monaten

Mailand: Europas Konservative formieren sich
Bildquelle: Tichys Einblick

Im Herzen der Lega, in der lombardischen Metropole Mailand, findet Salvinis Heimspiel statt. Mailand zieht immer. Fußball, Mode, Politik – immer eine imponierende Kullisse. Die Bilder von der Piazza del Duomo wirken nachhaltig. Was sich dort unter dem Motto „Senza paura“, ohne Angst – „in unserem Haus Europa sind wir die Hausherren“ versammelte, war keine bloße Parteikundgebung, sondern der sichtbar gewordene Anspruch auf eine politische Neuvermessung Europas. Zehntausende folgten dem Aufruf von Matteo Salvini und seiner Lega – und der lieferte genau das, was seine Bewegung zusammenhält: klare Fronten, klare Gegner, klare Botschaften.

Wie die Tageszeitungen Il Giornale und Libero fast gleichlautend berichten, kulminierte ein Demonstrationszug von der Porta Venezia in einer machtvoll inszenierten Schlusskundgebung am Dom. Slogans gegen illegale Migration, gegen Brüssel und gegen linke Deutungshoheit prägten das Bild. Die erwarteten Gegenproteste blieben überschaubar – die Bühne gehörte Salvini.

Salvini trat nicht als Minister auf, sondern als politischer Anführer einer Bewegung. Während Giorgia Meloni in Rom regiert, organisiert er die Straße. Das ist seine Stärke. Selbst auf seinem, eher unliebsamen, Posten als Verkehrs- und Infrastrukturminister weiß er Pflöcke einzuschlagen, Arbeitsplätze zu garantieren und Trends zu setzen. Die Menschen, von Nord bis Süd, nehmen das, was er sagt, immer wohlwollend auf.

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